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Das beste Hobby für Jungs

 

Unser Junge darf machen was er will.

 

Hauptsache er spielt Fußball.

 

Das ist natürlich Blödsinn.

 

Unser 9-Jähriger spielt tatsächlich Fußball. Aber wenn er morgen sagen würde, Fußball sei doof (Neymar sowieso …) und er lieber was anderes machen wolle, dann kann er das selbstverständlich tun.

Als er 6 Jahre alt war, suchten wir nach dem besten Hobby für Jungs – und haben diesen Sport gefunden.

Noch immer spricht nichts gegen Fußball. Eher viel dafür. Und zwar im Verein.

 

Darum ist Fußball spielen das beste Hobby für Jungs

  1. Ein Kind muss sich bewegen.
  2. Es soll andere Kinder kennenlernen.
  3. Es soll den größtmöglichen Spaß haben.
  4. Das Hobby „darf“ das Gruppenverhalten fördern.
  5. Das Kind sollte über längeren Zeitraum dabeibleiben.
  6. Das Hobby darf nicht zu teuer sein (Unser Mitgliedsbeitrag : 36 €/Jahr).

 

Welches Hobby kommt also für das Kind in Frage, damit neben dem Überraschungs-Ei noch andere Wünsche erfüllt werden? Für unseren damals 6-jährigen Sohn war es Fußball spielen im Verein.

Wie sich herausstellte, hat das eigentlich nur Vorteile …

 

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) steht am Abrund. Oder ist er sogar schon einen Schritt weiter …?

 

Wir sind schließlich keine Weltmeister mehr! Aber bei etwa 7 Millionen DFB-Mitgliedern müsste es im deutschen Nachwuchs noch ausreichend hoffnungsvolle Talente geben. Oder etwa nicht? Sollten unsere Kinder überhaupt noch Fußball spielen?

Ich lege mich ganz mutig fest und sage: Ja! Und zwar im Fußballverein. Denn Fußballspielen im Verein ist alternativlos. Die Gründe dafür liefern die Kinder selbst, wenn sie sich mittags auf das Training und am Wochenende auf das Spiel freuen.

Und natürlich die Eltern, die die Mini-Messis anmelden, fahren, abholen, einkleiden und sie anfeuern. Die Eltern, die Trinkflaschen füllen, vergessene Sporttaschen, Fußballschuhe oder Torwarthandschuhe kaufen, putzen und suchen und sonntags um 9 Uhr aufstehen und …

 

Hier 9 kugelrunde Gründe, warum sich Fußball spielen im Verein lohnt:

 

1) Mitspieler gesucht? Mitspieler gefunden!

Wer gern laufen geht, kann sich Schuhe anziehen und in den Wald verschwinden.

Wer lieber schwimmt, kauft sich – wenn gerade kein Meer zur Hand ist – eine Eintrittskarte für das städtische Schwimmbad. Rudern kann man zwar allein, man sollte aber Mitglied im Ruderclub werden, denn nur wenige Boote passen ins Auto oder in den Bus …

Sogar fürs Tennisspielen braucht man mindestens 1 Mitpieler. Wenn man nicht stundenlang gegen eine Wand „kloppen“ will.

 

Aber wer gegen einen Ball treten, ihm hinterherlaufen und Tore schießen will, der braucht mehr als nur 3 oder 4 Mitspieler.

 

Fußball ist ein Mannschaftssport und macht erst dann Spaß, wenn man gegen eine andere Mannschaft spielt. Kinder wollen sich „duellieren“, sich mit Gleichaltrigen messen.

Wer will schon wochenlang allein mit einem Ball jonglieren oder aufs leere Tor schießen? Kinder wollen Fußball spielen.

Zum Fußballspielen braucht man ausreichend Mitspieler. Und die findet man im Verein.

 

2) Regelmäßig Fußball spielen

Der Mensch ist faul, träge und unorganisiert? Nein. Aber es ist praktisch, wenn einem jemand unangenehme Arbeit abnimmt.

Und genau das tun Vereine, wenn sie den Trainings- und Spielbetrieb regelmäßig terminieren und somit stattfinden lassen.

Von einem 8-Jährigen kann man nicht verlangen, dass er zweimal pro Woche 10 Freunde anruft und auf einer großen Wiese versucht, Fußball zu spielen. Die müssten auch alle zufällig Zeit haben.

 

das beste Hobby für Jungen

 

Gut, dass es den Fußballverein gibt. Denn ein Verein „garantiert“ 2-3 Trainingseinheiten pro Woche und ein Spiel am Wochenende.

Im Sommer auf dem Platz, wie im Winter in der Halle. Es ist für Kinder und Eltern ein riesiger Vorteil, sich auf diese regelmäßigen Termine verlassen zu können.

Im Verein gibt’s:

  • genug Mitspieler
  • am Wochenende ein offizielles Spiel gegen einen anderen Verein
  • Training zu festen Zeiten

 

3) Ballspiele machen (immer) Spaß!

Der Verein organisiert, der Spieler muss nur erscheinen.

Das stellt kein Problem dar, wenn das Kind zu Fuß oder mit dem Rad zum Sportplatz kommen kann. Ist die Anlage weiter entfernt, müssen die Eltern ihren Torwart oder Stürmer bringen. Bei der Vielzahl an Fußballvereinen in Deutschland muss man dafür jedoch selten weit fahren.

Hinterher das Abholen nicht vergessen …!

 

Jetzt muss das Kind nur noch Spaß haben.

 

Und wenn das Kind keine Lust zum Fußballspielen hat?

 

Dann ist weder Fußball das richtige, geschweige denn das beste Hobby für Jungs, noch der Verein die Lösung. Denn das Kind muss schon aus eigenem Antrieb in den Verein wollen.

Die ehrgeizigen Väter einer Steffi Graf oder der Williams Schwestern mag es auch heute noch geben. Ich habe es selbst erlebt, dass der Sohn aus dem Verein abgemeldet wird, wenn er am Samstag mal nicht in der Startaufstellung stand …

Die wenigsten Kinder werden zum Fußballspielen gezwungen. Sie wollen in den Verein. Sie wollen Spaß haben. Und den kann man dort finden. Denn der Spaßfaktor beim Fußballspielen ist unvergleichbar hoch.

Wir kommen gleich noch dazu, was dem Kind am Training oder den Mannschaftsspielen gefällt. Aber schon aus sportpsychologischer Sicht ist es erwiesen und nachvollziehbar, warum Kinder gegen den Ball treten und ihn rollen sehen wollen. Ballspiele sind nicht nur wichtig für Koordination und Geschicklichkeit, sondern sie fördern den angeborenen Spieltrieb. Sicher, es gibt Kinder die fangen keinen Luftballon, der in ihre Arme fällt.

Das wird aber nicht besser, wenn man die Kinder von Bällen fernhält …

 

4) Man kennt sich

Meistens spielt das Kind in einem Verein, der sich in der Nähe vom Wohnort und der Schule befindet. Und wen trifft man dort? Richtig. Seine Klassenkameraden und Spielfreunde.

Ausgezeichnet. Denn ich finde das ausnahmslos gut. Es erleichtert nicht nur den Einstieg beim neuen Verein. Sondern die Kinder lieben es, wenn sie ihr Lieblingshobby mit den Freunden teilen, die sie sowieso jeden Tag sehen.

 

Unser Sohn war damals neu „im Dorf“. Neu in der Schule, neu im Fußballverein. Er brauchte etwa ein Dreivierteljahr, um richtig wahrgenommen und akzeptiert zu werden.

 

Das lag nicht an den anderen Kindern. Das ist nur logisch:

Wenn sich 10 Mitspieler seit ihrer Geburt kennen, suchen sie nicht verzweifelt nach dem 11. Fußballkumpel.

Unser Sohn hat sich gut eingelebt. Er wurde mittlerweile als Dorf-Eindringling sogar Klassensprecher und hütet nicht ohne Erfolg das Tor der E-Jugend.

Sie hätten gern, dass ihr Kind neue Freunde kennenlernt? Nichts einfacher als das:

 

5) Man lernt sich kennen

Wie unser eigenes Beispiel zeigt, hat unser Junge im Verein neue Mitspieler und damit neue Freunde kennengelernt.

Dabei hilft zwar ein guter Trainer, der sich um Teamspirit und Zusammenhalt in der Mannschaft kümmert.

 

Letztendlich sorgen aber die Kinder dafür, wer mit wem am besten kann.

 

Bekommt der Stürmer von seinem Mitspieler die perfekte Torvorlage oder grätscht der Abwehrspieler für seinen Torhüter in letzter Sekunde den Ball von der Linie, dann kann man davon ausgehen, dass hier der Beginn einer wunderbaren Freundschaft zu beobachten ist.

 

6) Geburtstag feiern in großer Gruppe

Für Jungen zwischen 8 und 12 Jahren ist eine Geburtststagsparty mit Freunden der absolute Hit. Schon mal mit dem Sohn (oder der Tochter) einen Geburtstag geplant und krampfhaft versucht, ohne Freunde eine Freundesliste zu erstellen …? Das kann wird böse enden.

 

Es ist immer gut, wenn man ausreichend Freunde hat, die man einladen kann.

 

Ganz gleich, ob man am Geburtstag zum Indoor Soccer, in die Bowling-Arena, die Kletterhalle oder einfach zum nächsten Spielpark fährt – mit den Freunden macht’s überall Spaß.

Diese Freunde findet man in seiner Straße, in der Klasse oder eben im (Fußball-)Verein. Lädt man nur die halbe Mannschaft ein, ist die Hütte gleich voll.

Nichts ist für einen Jungen (oder ein Mädchen) deprimierender, als am Geburtstag zu zweit oder zu dritt vor der Torte zu sitzen.

 

Freunde kann man nicht kaufen und Freundschaften nicht erzwingen. Aber man kann (mithilfe der Eltern) dafür sorgen, dass sie leichter zu finden sind.

 

Der Fußballverein eignet sich nach unserer Erfahrung dafür ganz hervorragend.

Zurück zum Fußballspielen …

 

7) Der Verein stellt das Equipment

Der Fußball selbst ist schnell gekauft. Heute gibt es die perfekten Spielgeräte, für jede Jugend passend in Größe und Gewicht, für ca. 15 € zu kaufen.

Los geht’s! Los geht’s? Wie bereits erwähnt, braucht man noch ein paar Mitspieler – und einiges mehr.

Richtig Sinn macht das Fußballspielen erst dann, wenn man einen Platz hat, auf dem zwei Tore stehen. Aber fürs Training benötigt man mehr als 1 Ball und 1 Mannschaft. Denn allein fürs Torschusstraining braucht man ein Netz mit ca. 10-15 Bällen, Lätzchen für die beiden Teams, Hütchen, um taktische Spielzüge einzustudieren, Flutlicht im Winter, Duschen mit Warmwasser … und vieles mehr.

Und natürlich den (gutgelaunten) Trainer, der das Training organisiert und die Kinder zu besseren Fußballspielern macht.

 

8) Spielen & lernen

Gleich zu Beginn eine gewagte These: Kinder lernen gern (was dazu).

Das mag für den ein oder anderen erst mal überraschend klingen. Kinder haben jedoch den natürlichen Drang, sich weiterzuentwickeln. Und das gilt nicht nur dür das nächste Level bei der PlayStation.

Es kommt aber darauf an, wie man das zu Erlernende verpackt! Gilt angeblich auch für die Schule …

 

Im Verein lernen die Kinder im wahrsten Sinne spielerisch.

 

Demzufolge machen die Kinder auch gern beim Training mit. Zudem freut sich jeder auf das sogenannte Abschlussspiel. Dabei finden es sowohl der Torwart, der Stürmer als auch der Abwehrspieler gut, wenn sie vom Trainer eine Anleitung bekommen und was dazulernen.

Für unseren Jungen ist es zum Beispiel ein Trainings-Highlight, wenn er mit seinem Torwarttrainer Extraschichten schieben darf. Dadurch bekommen die Jungs besondere Aufmerksamkeit geschenkt, die sie brauchen und annehmen.

Die Leistungserwartung an den Spieler ist von Verein zu Verein verschieden, aber wenn man die Kinder nicht unter Druck setzt, ist neben dem reinen Spielen die Lernbereitschaft bei fast allen Kindern gleich groß. So jedenfalls meine Erfahrung als gelegentlicher Aushilfstrainer.

Mal ehrlich, schon mal von Kindern gehört, die das Fußballtraining “schwänzen” wollen …?

 

9) Der Höhepunkt: der Wettkampf am Wochenende

Alle Jungs wissen: Nur wer sich die Woche über im Training “zeigt” und mitmacht, kann darauf hoffen, am Samstag ein Trikot der Startelf überstreifen zu dürfen. Meistens gib es eine erste und zweite Mannschaft, deren Besetzung nach Spielniveau und eben Trainingseifer jedes einzelnen Kindes erfolgt.

 

Wenn man in der Kabine zusammensitzt und der Trainer die Trikots verteilt, steigt die Spannung und vor allem die Lust, auf den Platz zu rennen. Denn die Jungs wollen gegen andere Mannschaften spielen und ihren Verein vertreten. Dafür trainieren sie.

 

Das Training ist die sinnvolle Freizeitbeschäftigung.

 

Vor allem als Ort, an dem die Kinder ihren (Schul-)Stress rauslassen können, ist der Fußballplatz wichtig.

 

Aber wenn es für die Anstrengung am (Wochen-)Ende ein Ziel gibt, wofür es sich einzusetzen lohnt, umso besser.

Durchaus überraschend: Sogar der Schiedsrichter, der während des Spiels für Ordnung sorgt, Blutgrätschen und andere böse Fouls verhindert oder zumindest bestraft, ist bei den Kindern willkommen.

Kinder sind gar nicht so anarchisch.

 

Fazit:

Ist Fußball spielen im Verein ein exklusives Hobby? Nein. Aber dieser Zeitvertreib funktioniert in jeder Hinsicht. Die meisten halten es sogar für das beste Hobby für Jungs.

 

Ich schließe mich gern an. Unser Torwart übrigens auch.

 

Selbstverständlich gelten die hier beschriebenen Punkte ebenso für Hobbys wie Handball oder Basketball. Also für Jungs, die den Ball lieben und es einfach nicht lassen können, das runde Spielgerät zu treten oder zu werfen. Ballsportarten wecken nun mal den Spieltrieb vor allem bei kleineren Jungen und sind daher besonders angesagt.

Welches Hobby am besten passt, müssen Eltern und Kind gemeinsam herausfinden. Dazu können Eltern ihren Kindern im ersten Schritt mehrere Hobbys näherbringen und anbieten. Auf der gofeminin-Seite kann man dazu einen kurzen Test machen.

Nimmt man beim Fußball den Teamspirit und die Möglichkeit, den Sport drinnen wie draußen spielen zu können hinzu, wird es schwer, ihn vom Thron der Liste der beliebtesten Hobbys bzw. Sportarten für Jungs zu stoßen.

 

Hinter Fußball belegt übrigens Turnen Platz 2.

 

Das Wichtigste bei der Suche nach dem richtigen Hobby für Jungen oder Mädchen ist der Spaß bei der Ausübung. Nur dann geht das Kind freiwillig auf den Platz, in die Halle oder in den Musikunterricht. Und nur dann bleibt es auch beim gewählten Hobby.